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Presse
21.08.2010, 22:11 Uhr | KA für Wetterau und Vogelsberg Übersicht | Drucken
Innenminister Bouffier (CDU) überreichte Förderbescheid für Feuerwehr im neuen Gefahrenabwehrzentrum
„Projekt für Zukunft Schottens“


Hessens Innenminister Volker Bouffier, der zum Monatsende die Nachfolge von Ministerpräsident Roland Koch antritt, weilte gestern in Schotten. Der Anlass war durchaus ein angenehmer: Der Minister überbrachte den Förderungsbescheid des Landes Hessen über 736 000 Euro für den Feuerwehrstützpunkt, der derzeit als ein Teil des neuen Gefahrenabwehrzentrums auf dem Gelände zwischen Stadtverwaltung und Freibad errichtet wird.




Foto
Innenminister Volker Bouffier, MdL Kurt Wiegel und Erste Stadtdrätin Förschner

Volker Bouffier, der unter anderem für die Polizei und die Feuerwehren in Hessen zuständig ist, nannte das Gefahrenabwehrzentrum eine „gewaltige Aufgabe“, aber auch eine „zukunftsweisende Einrichtung für Schotten“. Die Bündelung und Zusammenführung des Brandschutzes mit Polizei und Bergwacht bezeichnete er als überaus sinnvoll: „Das hat eine Vorbildfunktion, gerade für ländliche Regionen.“

Wenn man in diesen Tagen die Bilder der Naturkatastrophen in Pakistan und Russland im Fernsehen anschaue, begreife man, wie „existentiell wichtig“ der Bereich der Gefahrenabwehr sei. Deutschland verfüge über ein erstklassiges Arsenal an den dafür nötigen Einrichtungen und technischen Ausstattungen: „Wir sind in allen Bereichen auf dem höchsten Stand in der Welt“, so der Minister.

Aber das Wichtigste seien die Menschen, die bereit seien, sich zu engagieren. Daher sei er auch ein großer Freund der Stadtteil-Feuerwehren. Es gelte, die richtigen Weichen für die Zukunft zu stellen: „Wir müssen gezielt den Nachwuchs fördern, damit die Feuerwehren auch in zehn Jahren noch einsatzfähig sind.“

Für die Schottener Feuerwehr bedeute das neue Gefahrenabwehrzentrum ein „Stück Heimat“ als Basis für ihre vielfältigen Aufgaben. Die Verwirklichung des Projektes bedeute ein Stück „gelebte Solidarität“, um optimale Arbeitsbedingungen für die Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner bei ihrem unermüdlichen Einsatz für die Allgemeinheit zu ermöglichen. Der Bereich der Gefahrenabwehr sei eine Pflichtaufgabe, die bei allen Fraktionen des Hessischen Landtages unumstritten sei. „Für ein Unfallopfer zählt doch einzig und allein die rasche Hilfe“, so Bouffier. Dies zu ermöglichen sei Aufgabe der Politik.

Ihn freue es auch besonders, dass der Schottener Polizeiposten die seitherigen beengten Räumlichkeiten in der Altstadt nach dem Umzug in das Gefahrenabwehrzentrum verlassen könne. „Wenn zukünftig Feuerwehr, Polizei und Bergwacht unter einem Dach sind, ist dies auch ein Gewinn für die Bevölkerung.“

Im neuen Gefahrenabwehrzentrum werden neben dem Feuerwehrstützpunkt noch der Polizeiposten, die Bergwacht und das Stadtarchiv untergebracht. Insgesamt ist ein Kostenvolumen von 3,4 Millionen Euro inklusive der Außenanlagen kalkuliert. Die Finanzierung erschließt sich aus mehreren Quellen. Rund 2,6 Millionen Euro teuer wird der Bereich für die Feuerwehr einschließlich eines 14 Meter hohen Halbturmes. Die so genannten zuwendungsfähigen Kosten für den Feuerwehrkomplex in Höhe von 1,5 Millionen Euro werden mit 736 000 Euro, das sind 51 Prozent, aus dem Zuwendungstopf des Landes Hessen für den Brandschutz bezuschusst.

Für die restlichen Räume sind rund 800 000 Euro an Kosten veranschlagt. Für diesen Bereich stehen Fördermittel in etwa gleicher Höhe aus dem Konjunkturprogramm des Landes Hessen zur Verfügung. Knapp 1,9 Millionen Euro müssen aus dem städtischen Etat aufgebracht werden, der sich möglicherweise noch um einen Zuwendungsbetrag vom Vogelsbergkreis vermindert. Mittelfristig muss andererseits noch das Konjunkturdarlehen zurückgezahlt werden. Dem stehen Mieteinnahmen seitens Polizei und Bergwacht gegenüber.



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